Einladung zur Musikveranstaltung

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Die Potsdamerin Melanie Barth hat an der Hochschule für Musik „Hans-Eisler“ in Berlin studiert und ist heute Solistin und Musikpädagogin. Sie hat mit berühmten Orchestern gespielt und zahlreiche Preise erhalten.
In der Habibi-Band spielen
Feras Skef (Sänger), Nabih Alkhouri (Oud), Milad Abou Assali (Percussion). Die Habibi Band besteht seit Juni 2015. Die Musiker kommen aus Syrien. Sie spielen alte und traditionelle syrische Lieder.
Wann:  8. Dezember 2016 um 19 Uhr
Wo: Saal der Ev. Kirchengemeinde, Waldstr.33, 14554 Seddiner See
Eintritt frei.

Führung für syrische Geflüchtete im Potsdam Museum

dsc01017 dsc01028 dsc01040 dsc01046Die Direktorin des Potsdam Museums, Dr. Jutta Götzmann, begrüßte die Gäste persönlich und freute sich über die Resonanz: „Wir möchten den Menschen, die ihre Heimat und ihren Kulturkreis verlassen mussten, die Möglichkeit bieten, sich mit ihrem Aufnahmeland näher vertraut zu machen. Das Potsdam Museum bildet mit seinen historischen Zeugnissen das kulturelle Gedächtnis der Stadt und als Forum den Ort für den gemeinsamen Austausch.“

Bei der Führung, die am 3.12.2016 von der Museumspädagogin Anke Stemmann angeboten wurde, standen drei Themen im Mittelpunkt: die Migration nach Potsdam in den vergangenen Jahrhunderten, Faschismus und Krieg sowie die friedliche Revolution 1989. Die Führung fand in Deutsch statt und wurde von dem Teilnehmer Farhad Ahmad ins Arabische übersetzt. Den Kontakt zu den Geflüchteten initiierte Werner Ruhnke vom Netzwerk Neue Nachbarn in der Gemeinde Seddiner See.

Nach diesem gelungenen Auftakt steht das Potsdam Museum auch zukünftig die für Geflüchtete offen, durch einen Besuch des Museums die Stadt Potsdam und ihre Geschichte näher kennenzulernen.

Fotos: Susanne Städler (Potsdam Museum)

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Seite,

die Situation der Flüchtlinge in unserer Gemeinde hat sich im Laufe des letzten Jahres verändert. Offiziell ist die Einrichtung im ehemaligen Ambulatorium am Breitenbachplatz in Neuseddin ein „Übergangswohnheim“. Deshalb ist die Zahl der Bewohner von ursprünglich 175 auf rund 100 zurückgegangen. Davon haben 60 eine Bleibeperspektive. Sie suchen Arbeit und Wohnung. Dabei kann ihnen unser Netzwerk leider nur begrenzt helfen. Auch wenn diese Seite an mehreren Stellen nicht mehr aktuell ist, wollen wir Sie möglichst gut über Ereignisse im Zusammenhang mit den neuen Nachbarn informieren.
Am besten, Sie melden sich für unseren Newsletter an oder besuchen unsere Facebook-Seite.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Ruhnke
Für die AG Öffentlichkeit

Netzwerk Neue Nachbarn zog Zwischenbilanz

Ein Jahr Alltagshilfe für Asylsuchende:
Wir waren sehr gespannt. Wie viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter würden am 28. September 2016 in den Speisesaal der Grundschule kommen? Dorthin war von der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Katrin Menz, eingeladen wurden, um eine Zwischenbilanz über die Arbeit des „Netzwerkes Neue Nachbarn – für Flüchtlinge in der Gemeinde Seddiner See“ zu ziehen. Als dann Tische und Stühle für rund vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen gerückt werden mussten, waren wir sehr positiv überrascht. Der folgende Artikel von Jens Steglich (MAZ) beschreibt die Situation und den Verlauf der Veranstaltung. Wir drucken ihn mit Erlaubnis des Autors ab. W.R.

Im    Flüchtlings-Camp am Neuseddiner Breitenbachplatz fand Mitte Oktober der  Umzug von 107 Flüchtlingen ins frühere Ambulatorium statt. Das Haus wurde  saniert  und soll nun  bis 2021  als Übergangswohnheim  dienen. Vor einem Jahr  hatten  170 Flüchtlinge  das  Containerdorf  neben dem  Ex-Ambulatorium bezogen. Über ihr  Kommen wurde damals   in einer  Einwohnerversammlung informiert, bei der bange Fragen, harsche Kritik und Hilfsangebote gleichermaßen zu hören waren.  Die  hitzige Debatte   im September  2015 war auch   die Geburtsstunde  des Netzwerks Neue Nachbarn, das sich   am 1. Oktober 2015  gründete und  nun nach einem Jahr  Zwischenbilanz zog.  „Wir haben überwiegend erreicht, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Initiativen-Sprecher Werner Ruhnke.  Die freiwilligen Helfer     engagierten sich etwa  als Sprachlehrer, begleiteten Flüchtlinge  zum Arzt, betrieben ein Camp-Café und  holten  Vereine  mit an den Tisch. Frauen aus dem Camp fanden so beim  ESV Lok  Seddin  ein  Betätigungsfeld, sind dort   etwa  beim Badminton und in der Gymnastik-Gruppe dabei.

fluechtlinge-verlassen-neuseddiner-camp_mobilewideSchon kurz nach der Gründung hatte die Initiative zusammen mit dem Landkreis zu einem Tag der offenen Tür ins Container-Camp eingeladen, um zu zeigen, wie die neuen Bewohner untergebracht werden. „Das hat dazu beigetragen, Ängste abzubauen“, sagte Initiativen-Mitglied und Neuseddins Ortsvorsteher, Andreas Bauch.  Werner Ruhnke sprach von einem sehr gelungenen Start vor einem Jahr.   „Wir wollten durch unser Engagement erreichen, dass die Flüchtlinge das Gefühl haben, willkommen zu sein“, sagte er. An dem Ziel hat sich nichts geändert.

Bedauert wird allgemein das Ende des  Camp-Cafés, das sich erst in einem Raum am Sportplatz und später  im Ambulatorium befand, wegen der Sanierung dort aber aufgegeben werden musste. Manchmal waren zehn bis 15 Leute da, manchmal bis zu 60, berichteten Mitglieder der Arbeitsgruppe, die sich vor einem Jahr um die Einrichtung des Cafés kümmerten. „Einheimische kamen selten, aber wenn sie kamen, brachten sie Kuchen mit“, hieß es beim Treffen aus Anlass des einjährigen Bestehens des Netzwerks Neue Nachbarn.  „Seit das Café nicht mehr da ist, bleiben die Gruppen oft unter sich“, sagte eine Frau. Der  Austausch mit Einheimischen  ist  so  eher eine Seltenheit.  „Wir lernen deutsch, aber mit wem können  wir    deutsch reden?“ Solche Fragen stellen Camp-Bewohner, berichtete  Anika Misch, Sozialarbeiterin im Camp.   Bashar  aus Syrien, der Buchhalter war und nun  bei Null anfängt,   würde gern ein Praktikum machen. Bislang hat das nicht geklappt.  Sein Landsmann Mahran  gehört  zu den  bereits anerkannten Flüchtlingen, die    Arbeit gefunden haben –  in der Kähnsdorfer Gaststätte „Zur Reuse“.

Von den 171 Flüchtlingen, die 2015 ins Camp kamen, sind noch 100 da. Einige Asylsuchende, die inzwischen offiziell als Flüchtlinge anerkannt wurden und deshalb auszogen,  sind in Neuseddin sesshaft geworden. Inzwischen gehen auch 15 schulpflichtige Kinder aus dem Flüchtlingscamp in die Neuseddiner Grundschule, lernen dort in Regelklassen, bekommen nebenher aber auch noch Förderunterricht. „Zwei Mädels sprechen schon sehr gut deutsch, die Jungs sind nicht ganz so strebsam“, so Sozialarbeiterin Anika Misch. „Das ist bei deutschen Schülern nicht anders“, sagte Kathrin Menz. Die Vorsitzende der Gemeindevertretung ist Mitglied im Netzwerk  und Lehrerin.

Das frühere Ambulatorium soll zunächst bis 2021 als Flüchtlingsunterkunft dienen. Der Vertrag zwischen Landkreis und dem Eigentümer hat eine Verlängerungsoption. „Die Container werden in Neuseddin nicht mehr gebraucht, wann genau sie wegkommen, steht noch nicht fest“, sagte Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert.

Die Sozialarbeiterin Anika Misch sehnte den Umzug in das frisch sanierte Gebäude herbei: „Wenn man sich ein Jahr lang ein Zimmer zu fünft teilt und 100 Leute eine Küche, führt das zu Spannungen“, sagte sie.

Jens Steglich (MAZ)

 

 

Einladung zur Zwischenbilanz

Vor einem Jahr wurden in unserer Gemeinde 170 Flüchtlinge aufgenommen. Rund 300 Einwohner nahmen am  8. September 2015 an einer Veranstaltung in der Turnhalle teil und brachten ihre Bedenken, aber auch ihre Hilfsbereitschaft zum Ausdruck. Nun soll Zwischenbilanz gezogen werden. Wie haben sich die neuen Nachbarn eingewöhnt? Wie haben sich die Einwohner mit den Flüchtlingen arrangiert? Wie soll es mit dem Netzwerk weitergehen? Um diese Fragen zu diskutieren, lädt die Steuergruppe alle Bürgerinnen und Bürger ein, mit Flüchtlingen und Mitgliedern des „Netzwerkes“ ins Gespräch zu kommen:
Mittwoch, 28.09.2016 um 19 Uhr im Speiseraum der Grundschule in Neuseddin
In der letzten Zeit war Funkstille aus dem Netzwerk. Das hat natürlich einerseits mit der Sommerpause zu tun. Andererseits gibt es Veränderungen im Camp, die auch die Arbeit des Netzwerkes beeinflussen: Im Camp leben zur Zeit noch 107 Bewohner. Davon befinden sich 42 im Asylverfahren, in dem darüber entschieden wird, ob sie in Deutschland bleiben können. Die anderen haben als Kriegsflüchtlinge aus Syrien ein vorläufiges Bleiberecht erhalten.
Die Einrichtung am Breitenbachplatz – das ehemalige Ambulatorium – ist ein sogenanntes Übergangswohnheim. Wer eine Bleibeperspektive hat, wurde deshalb vom Jobcenter aufgefordert, sich Wohnung und Arbeit zu suchen.  Dies ist einigen Flüchtlingen auch in unserer Gemeinde gelungen. Einer arbeitet z. B. in der Küche des Gasthofes „Zur Reuse“ in Kähnsdorf, ein anderer macht ein Praktikum bei einem Frisör in Beelitz.
Auch Dank der großen Hilfsbereitschaft der Einwohner unserer Gemeinde mit Sachspenden ist bei der Ausstattung mit Kleidung und anderem Bedarf des täglichen Lebens die größte Not beseitigt. In Zukunft soll das Internet genutzt werden, um Bedarf und Angebot an Materialspenden zu koordinieren. Was noch im Materiallager war, ist an die Schatztruhe gegangen, eine Einrichtung der  Arbeiterwohlfahrt im Potsdamer Schlaatz. Unterstützung brauchen die neuen Nachbarn jetzt deshalb vor allem bei der Arbeitsplatz- und Wohnungssuche.
Ende September Anfang Oktober soll der Umzug aus den Containern ins ehemalige Ambulatorium erfolgen. Vom Landkreis gibt es die Zusage, dass die Container dann wieder abgebaut werden. Für die Einwohner wird es wieder die Möglichkeit geben, sich die neuen Unterkünfte anzusehen. Eine kleine Veranstaltung ist auch geplant, um den Einzug in das festes Gebäude zu feiern.
Das Café im Ambulatorium war zweimal wöchentlich ein wichtiger Treffpunkt für Flüchtlinge und die Mitstreiter des Netzwerkes. In lockerer Atmosphäre wurde geplaudert und Sprachunterricht durchgeführt.  Auch die Café-Räume wurden inzwischen saniert und stehen nicht mehr zur Verfügung. Mit dem Investor der Einrichtung und dem Landkreis soll geklärt werden, welche Möglichkeiten es in Zukunft für eine Einrichtung wie das Café geben kann.
Der Sprachunterricht findet im Sportlerheim statt und ist nicht von den Umbaumaßnahmen betroffen. In zwei Gruppen mühen sich dort bis zu 20 Flüchtlinge mehrmals wöchentlich ab, sich unsere Muttersprache anzueignen.
Die Stimmung zum Thema Flüchtlinge hat sich innerhalb des letzten Jahres verändert. Dennoch kann es keinen Zweifel daran geben, dass es wichtig ist, den neuen Nachbarn zu helfen, sich bei uns zu integrieren, auch in unserem eigenen Interesse.
W. R.

 

Serverprobleme, Facebookseite und Umzugskartons

Sehr geehrte Leser,

leider hatten wir in den letzten Tagen einige Serverprobleme zu beklagen. Trotzdem konnten wir die Seite so wiederherstellen, dass sie jetzt wieder normal funktioniert. Der einzige, wesentliche Unterschied: Sie sehen nun blau anstelle von gelb-orange.

Wie sie vielleicht schon vor einigen Tagen gelesen haben, ist zudem unsere Facebookseite online. Schauen sie doch hin und wieder vorbei, lassen sie sich über Veranstaltungen oder allgemeines Informieren.

Auch diese Meldung ist schon vor einigen Tagen erschienen: Um die Winterkleidung der Kleiderkammer des Cafés über die warme Jahreszeit hinweg einzumotten, benötigen wir Umzugskartons. Sie haben noch einige, für die sie keinen Verwendungszweck haben? Geben sie sie zu den Cafézeiten (Mi. und Fr. von 14-17 Uhr) im Café im Ambulatorium ab.

Tom Schirrwagen

Helga Kurjatschij in den PNN

Helga Kurjatschij„Es gibt ein helles Deutschland, das sich leuchtend darstellt“, sagt Bundespräsident Joachim Gauck über die Helfer, die sich in diesen Tagen für Flüchtlinge einsetzen. Auch in Potsdam und Umgebung geben viele Freiwillige ihr Bestes. Die Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) stellen jede Woche ein Beispiel vor, aufgezeichnet von Katharina Wiechers. Am 18.3.2016 wurde Helga Kurjatschij aus unserem Netzwerk vorgestellt: „Als klar war, dass hier in Neuseddin ein Übergangswohnheim für Flüchtlinge entstehen soll, bin ich zu der Einwohnerversammlung gegangen. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und es wurden anschließend Listen ausgelegt, in die sich alle eintragen konnten, die sich engagieren wollen. Das habe ich gemacht und kurze Zeit später gab es ein erstes Treffen der Freiwilligen. Wir waren etwa 40 Menschen und haben mehrere Arbeitsgruppen gebildet – seitdem bin ich in der Arbeitsgruppe „Café“. Zweimal die Woche organisieren wir eine Art Begegnungsstätte, immer mittwochs und freitags. Es gibt Kaffee und Tee und Kuchen und einfach einen Ort, an dem sich die Menschen austauschen und Kontakte knüpfen können.

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Helfertreffen im Camp-Café

Um den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Dankeschön zu sagen für die gute Zusammenarbeit und aktuelle Probleme zu besprechen, hatten die drei hauptamtlichen Mitarbeiter des IB im Übergangswohnheim der Flüchtlinge zu Mittwoch, dem 19.3.2016 ins Camp-Café eingeladen. Und weil essen und trinken Leib und Seele zusammenhält, gehörte das ebenfalls zum Treffen.

Die drei Sozialarbeiter
v. L. n. R.: Anika Misch, Kathrin Robey und Thomas Lindl

Anika Misch, Kathrin Robey und Thomas Lindl berichteten insbesondere von den Problemen bei der Wohnungssuche. Dazu werden die Flüchtlinge, die vorerst ein Bleiberecht haben, vom Jobcenter aufgefordert. Das größte Hindernis sind natürlich die Sprachprobleme. Deshalb werden ehrenamtliche Helfer/innen gesucht, die bei der Wohnungssuche und beim Kontakt zu Vermietern helfen. Interessenten können sich hier melden: T. 033205 231250.